Mein schönster Hunde- Tag!

 

Morgens stehen wir so gegen 8 Uhr auf, bitte nicht vor 7 Uhr, sondern erst wenn die Sonne schon am Himmel steht. Herrchen und Frauchen sagen mir lieb guten Morgen und streicheln mir sanft den Kopf. Frauchen macht Frühstück. Natürlich sitze ich neben dem Tisch und bekomme auch mein Futter. Manchmal gibt es auch ein Butterbrötchen und einmal die Woche ein schön weich gekochtes Ei vom Löffel, ist ja selbstverständlich. Herrchen würde mir auch Wurst und Käse geben, aber er darf das nicht, weil Frauchen meint es sei nicht gut für meine Organe und sowas gehöre nicht in den Hundemagen.

Gleich nach dem Frühstück geht Herrchen, oder Frauchen mit mir raus, meistens aufs Feld, oder in den Wald, so dass ich schön toben kann. Manchmal gehen wir alle gemeinsam, aber meistens muss einer zu Hause irgendetwas erledigen.  Am liebsten würde ich jetzt bis zum Mittag draußen bleiben, vorausgesetzt es ist nicht zu kalt und regnet noch dabei in Strömen. Frauchen zieht mir dann manchmal einen Regenmantel an, aber mit dem rennt es sich nicht so gut. Ich habe es dann lieber, wenn wir ein bisschen warten und die große Runde erst gehen, wenn es weniger regnet.

Wenn wir wieder zu Hause sind, macht mich Frauchen mit einem Handtuch trocken und sauber.  Das liebe ich. Oft riecht es im Haus schon lecker nach Mittag und mein gemütliches Körbchen wartet schon auf mich. Da haue ich mich jetzt, nach zwei Stunden rennen rein. Frauchen und Herrchen haben alle Türen auf und ich lege den Kopf auf den Rand von meinem Körbchen und kann alles in Ruhe beobachten. Ab und zu fallen mir aus Gemütlichkeit ein wenig die Augen zu, ich bin zufrieden und beobachte gern meine Familie, aber müde bin ich eigentlich nicht. Frauchen oder Herrchen sprechen und lächeln mich öfter an. Sie beobachten auch mich und ich merke wie zufrieden sie sind, weil ich zufrieden bin. Das ist Balsam für meine Seele, ich bin Ihnen wirklich wichtig.

Und wenn der Duft beim Kochen mich nicht wiederstehen lässt, gehe ich in die Küche zu Frauchen. Sie sagt dann zu mir, dass es nichts geben würde und gibt mir trotzdem frisches Obst, oder Gemüse ab. Das trage ich dann in mein Körbchen um es genüsslich aufzuknabbern.  Vom Mittag bleiben manchmal ein paar Kartoffeln, oder Nudeln übrig, für mich.

Nach dem Mittag würde ich ja gern wieder was erleben wollen, aber Herrchen und Frauchen trinken dann gern eine Tasse Kaffee und lesen, oder erzählen sich was, wovon ich nichts verstehe. Natürlich sitze ich mit auf der Couch und meine Menschen streicheln mich dabei. Ich genieße und höre auch ganz gespannt zu und manchmal, wenn sie sich erzählen, was heute noch so anliegt, verstehe ich sogar was sie meinen.

Am Nachmittag ist es mir dann eigentlich egal, was wir machen, Hauptsache es ist interessant und ich kann mich auch wieder austoben. Manchmal fahren wir in die Stadt, manchmal Einkaufen, manchmal zu Freunden, im Sommer oft an den Strand, Fahrrad, Reiten, Wandern,  das ist alles super. Ich wünsche mir dann immer, das wir andere Hunde unterwegs treffen, mit denen ich spielen kann.

Einmal in der Woche fahren wir zum Hundeplatz. Ich bin mir oft nicht wirklich sicher, ob ich das nun gut finde, oder nicht. Meine Freunde sind ja auch alle da und spielen kann man so viel und abends bin ich dann richtig kaputt, dann kann ich richtig schön schlafen. Aber leider wollen meine Leute auch das ich da gut höre und zeige was ich kann und das meistens vor dem Spielen mit den Anderen. Das ist ein wenig doof, finde ich, aber meine Familie findet das wichtig, weil sie mich ja auch sonst überall mitnehmen wollen, was ich ja auch will und Frauchen sagt dann immer gute Gene sind nicht Alles, ich müsste lernen wie man sich benimmt.

Am Abend gibt es schönes Fressen. Oft kocht Frauchen für mich. Am liebsten mag ich die Tage, an denen  es  gekochtes Hähnchen mit Reis gibt, das riecht so gut. Frauchen reibt dann noch Obst und Gemüse mit rein, das mag ich auch. Macht sie schon immer so, seit ich ganz klein war. 

Ich bekomme mein Essen, bevor meine Menschen Abendbrot essen. Das ist super. Danach geht es nochmal raus, aber nur Gassi, weil man mit vollem Bauch nicht so gut rennen kann. 

Am Abend bringt Herrchen mein Körbchen in das Wohnzimmer. Im Sommer sitzt meine Familie lange im Garten, da macht Herrchen mir auf der Terrasse mein Körbchen gemütlich und Frauchen sprüht mir dann Mückenspray vom Tierarzt drauf, das die Biester mich nicht so ärgern. 

Wenn alle schlafen gehen, lege ich mich in mein Körbchen, in der Diele. Ich würde auch gern mit im Schlafzimmer schlafen, am liebsten natürlich mit im Bett. Aber ich muss ja aufpassen, dass mir keiner mein schönes Zuhause, oder meine Familie wegnehmen möchte. Wenn ich morgen früh vor Frauchen und Herrchen wach bin, wecke ich sie und dann wird gekuschelt, die Tür ist ja schließlich auf.

PS:

Leider beschränken sich meine schönsten Lieblingstage auf Zeiten, in denen Herrchen und Frauchen nicht arbeiten gehen, bzw. auf die Wochenenden. Das finde ich sehr schade, obwohl ich selbstverständlich auch unter der Woche meinen Auslauf bekomme und nicht so lange alleine bin. Aber ich kann da leider nicht überall mit hin und wir sind nicht immer alle zusammen und wir erleben nicht so vieles zusammen. Das ist schade, aber dafür sind die Tage, an denen  wir alle den ganzen Tag zusammen sind, umso schöner.

 

 

 

 

Dalmatinerzucht vom Hof Belvedere